Use Case: robuster Motorenleichtbau (Marineanwendung)

Aus dem Fachmagazin „Gierßerei 7-8/2020“

Leichter Stahlfeinguss von tübinger stahlfeinguss ermöglicht Motorentrick

aus Gießerei 7-8/202

Wirkt ein Kolben über zwei Pleuelstangen auf zwei Kurbelwellen, hat dies Vorteile – ist aber nicht ganz einfach zu realisieren: Das entscheidende Bauteil und setzt Präzisionsarbeit an einem entscheidenden Bauteil voraus: Dieses Teil wird beim weltweit ersten Turbodiesel-Außenbordmotors mit Doppelkurbelwellen-Technologie (50 PS, mehr als 100 Newtonmeter Drehmoment) im Feinguss hergestellt.

Doch zunächst nochmal einen Schritt zurück: Verbrennungsmotoren erreichen optimale Eigenschaften nur als Kompromiss: Viele Zylinder mit eher kleinen Kolben bedeuten große Laufruhe, aber wenig Kompaktheit. Große Kolben erlauben kompakte Aggregate, erfordern aber einen besonders Augenmerk auf dem Ausgleich von Massen- und Drehmomenten. Laufruhe und relative Vibrationsfreiheit sind gerade im professionellen Einsatz wichtig; hat der Bootsführer doch über die Ruderpinne im Wortsinne den ganzen Tag die Hand am Motor. Im Zweizylinder Dtorque111 der Neander Shark GmbH (Bild 1, komplette Antriebseinheit im Boot) gibt jeder der beiden Kolben die Kraft an zwei Pleuelstangen weiter, die wiederum jeweils an einer Kurbelwelle angebunden sind. Um die Gleichförmigkeit im Lauf zu garantieren, sind die gegenläufig  rehenden Kurbelwellen über eine Verzahnung miteinander verbunden. Damit arbeitet der Motor so laufruhig wie gewünscht – aber das im Motorenbau schon lange bekannte Prinzip hat seine Tücken.

 

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